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"Wie
das wohl werden mag?" - so dachten einige Mitarbeiter und
Mitarbeiterinnen vor dem diesjährigen Betriebsausflug.
Die Mitarbeitervertretung, die in diesem Jahr die beiden Tage
organisiert hatte, stellte einige Tage vor dem Ausflug die Ziele
vor.
Es sollte nicht weit weg gehen - nur nach Gelsenkirchen und
in die nähere Umgebung, nach Essen-Katernberg - aber die
Ziele bargen doch unbekannte Welten für den einen oder
anderen.
Erster
Besuchsort war an beiden Tagen die Ditib Fatih Moschee in Essen-Katernberg.
An diesem Gebäude, gelegen am Autobahnzubringer, sind schon
viele vorbei gefahren, doch nur wenige kannten das islamische
Gotteshaus von innen.

Das Innere der Katernberger Moschee
Der Leiter der isalmischen Gemeinde führte die Mitarbeiter
durch die Räume des Gebäudes und erklärte die
islamischen Gebräuche: das Reinigen der Füße
und anderer Körperteile, die Haltungen während der
Gebete und ihre Bedeutungen, die Ausstattung und Funktion des
Gebtesraumes und vieles mehr. Er war für alle Fragen offen
und beantwortete diese herzlich und humorvoll. Mit einem gemeinsamen
Tee endete der Besuch.

Die MitarbeiterInnen mit dem Gemeindeleiter
(re.) vor der Moschee
Die
Teilnehmer des ersten Tages besuchten nun die Ausstellung :"Götter,
Geister,Dämonen" in der Ückendorfer Hl. Kreuz
Kirche. Anhand von Holzplastiken werden die Mythen und religiösen
Vorstellungen der Naturvölker erzählt. Sei es um die
Erklärung des Lebens; sei es um den Umgang mit dem Tod
oder den Vorfahren - die alten Vorstellungen berührten
erstaunlich viele moderne menschliche Problemkreise.
Die Teilnehmer des 2. Tages fuhren in die Gelsenkirchener Innenstadt,
um der neuen Synagoge einen Besuch abzustatten. Erst im letzten
Jahr eröffnet, ist das jüdische Gotteshaus schon lebendiger
Mittelpunkt der Gemeinde. Die Vorsitzende der Gemeinde, Fr.
Neuwald-Tasbach, erzählte lebendig von der Geschichte der
jüdischen Gemeinde in Gelsenkirchen, aber auch von den
leidvollen Zeiten während des Nationalsozialismus.
Der Rabbi der Gemeinde, Herr Kornblum, begleitete die Gruppe
in den Gebetssaal mit dem Thoraschrein. Lebendig und verschmitzt
erklärte er die jüdische Religion und stellte sich
allen Fragen zu Parallellen und Unterschieden zwischen dem jüdischen
und christlichen Glauben.
Die
Zeit war schnell um und den Abschluß bildete ein gutes
gemeinsames Essen.

Was war denn heute los? Beim guten
Essen noch einmal den Betriebsausflug Revue passieren lassen
"Wie
das wohl werden mag?" - diese Frage beantworteten die meisten
Kollegen am Abend mit einem zufriedenen: "gut".
P.S.: Warum Besuch bei Brüdern und Schwestern? Juden,Christen
und Moslems haben die gleichen heiligen Schriften als Grundlage
des Glaubens. Auch wenn vieles trennt oder schwierig ist, so
sind sie doch geschwisterlich im Glauben.
PPS.: Warum ein Betriebsausflug an zwei Tagen? Eine Hälfte
fährt zum Ausflug , die andere betreut die Jungen und Mädchen
der Einrichtung.
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