Kinder - und Jugendhaus St.Elisabeth
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Mitarbeiter zu Besuch bei Brüdern und Schwestern

"Wie das wohl werden mag?" - so dachten einige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vor dem diesjährigen Betriebsausflug. Die Mitarbeitervertretung, die in diesem Jahr die beiden Tage organisiert hatte, stellte einige Tage vor dem Ausflug die Ziele vor.
Es sollte nicht weit weg gehen - nur nach Gelsenkirchen und in die nähere Umgebung, nach Essen-Katernberg - aber die Ziele bargen doch unbekannte Welten für den einen oder anderen.

Erster Besuchsort war an beiden Tagen die Ditib Fatih Moschee in Essen-Katernberg. An diesem Gebäude, gelegen am Autobahnzubringer, sind schon viele vorbei gefahren, doch nur wenige kannten das islamische Gotteshaus von innen.



Das Innere der Katernberger Moschee


Der Leiter der isalmischen Gemeinde führte die Mitarbeiter durch die Räume des Gebäudes und erklärte die islamischen Gebräuche: das Reinigen der Füße und anderer Körperteile, die Haltungen während der Gebete und ihre Bedeutungen, die Ausstattung und Funktion des Gebtesraumes und vieles mehr. Er war für alle Fragen offen und beantwortete diese herzlich und humorvoll. Mit einem gemeinsamen Tee endete der Besuch.



Die MitarbeiterInnen mit dem Gemeindeleiter (re.) vor der Moschee

Die Teilnehmer des ersten Tages besuchten nun die Ausstellung :"Götter, Geister,Dämonen" in der Ückendorfer Hl. Kreuz Kirche. Anhand von Holzplastiken werden die Mythen und religiösen Vorstellungen der Naturvölker erzählt. Sei es um die Erklärung des Lebens; sei es um den Umgang mit dem Tod oder den Vorfahren - die alten Vorstellungen berührten erstaunlich viele moderne menschliche Problemkreise.
Die Teilnehmer des 2. Tages fuhren in die Gelsenkirchener Innenstadt, um der neuen Synagoge einen Besuch abzustatten. Erst im letzten Jahr eröffnet, ist das jüdische Gotteshaus schon lebendiger Mittelpunkt der Gemeinde. Die Vorsitzende der Gemeinde, Fr. Neuwald-Tasbach, erzählte lebendig von der Geschichte der jüdischen Gemeinde in Gelsenkirchen, aber auch von den leidvollen Zeiten während des Nationalsozialismus.
Der Rabbi der Gemeinde, Herr Kornblum, begleitete die Gruppe in den Gebetssaal mit dem Thoraschrein. Lebendig und verschmitzt erklärte er die jüdische Religion und stellte sich allen Fragen zu Parallellen und Unterschieden zwischen dem jüdischen und christlichen Glauben.

Die Zeit war schnell um und den Abschluß bildete ein gutes gemeinsames Essen.



Was war denn heute los? Beim guten Essen noch einmal den Betriebsausflug Revue passieren lassen

"Wie das wohl werden mag?" - diese Frage beantworteten die meisten Kollegen am Abend mit einem zufriedenen: "gut".
P.S.: Warum Besuch bei Brüdern und Schwestern? Juden,Christen und Moslems haben die gleichen heiligen Schriften als Grundlage des Glaubens. Auch wenn vieles trennt oder schwierig ist, so sind sie doch geschwisterlich im Glauben.
PPS.: Warum ein Betriebsausflug an zwei Tagen? Eine Hälfte fährt zum Ausflug , die andere betreut die Jungen und Mädchen der Einrichtung.

 

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