Eltern
werden ist nicht schwer - Eltern sein dagegen sehr. Wer wird nicht
von großen Babyaugen angerührt? Wen trifft ein herziges
Lächeln eines kleinen Kindes nicht bis ins Herz? So knuddelig,
lieb und herzig die kleinen Menschlein auch sind - sie machen auch
viel Arbeit, und das 24 Stunden am Tag.Und die jungen Eltern tragen
auch viel Verantwortung.
Das "Projekt Baby" bietet Jugendlichen ab 14 Jahren die
Möglichkeit, das Leben mit einem Neugeborenen hautnah zu erleben.
Auch Jungen und Mädchen aus St. Elisabeth wurden für 3 Tage
Mama und Papa. Lebensgroße Puppen, die von einem eingebauten
PC gesteuert wurden, ließen die Nacht für einige Jugendliche
zum Tage werden. Die "Babys" schrien in der Nacht, wollten
gefüttert und gewickelt werden, verlangten nach Aufmerksamkeit
und Zuwendung. Sensoren in den Puppen speicherten, ob die Jugendlichen
richtig reagiert haben.
Aufgaben
von Eltern: Knuddeln und die Flasche geben
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Auch
das Wickeln will gelernt sein
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In
zwei Treffen wurde mit den Mitarbeitern der "Welle eV."
aus Essen, die das Baby-Projekt durchführen, über die Erfahrungen
als junge Eltern gesprochen. Auch wurden die Aufzeichnungen der "Babys"
ausgewertet und auch mögliche falsche Verhaltensweisen hingewiesen.
Ein geschütteltes PC-Baby hätte in der Wirklichkeit vielleicht
den Tod des Säuglings bedeutet.
In den Gesprächen ging es auch um eine realistischere Lebensweg-
und Familienplanung, um verantwortliche Partnerschaft sowie die Vermeidung
von Frühschwangerschaft. Ein Kind ist gut, aber zur rechten Zeit.
Für die Jugendlichen war es ein sehr anstrengendes Wochenende.
Wenig Schlaf, das Baby im Mittelpunkt - das idyllische Familienbild
nahm realistische Züge an. Der Babywunsch ist für die meisten
nicht aus dem Kopf, aber auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.